Die zukünftige Entwicklung

Eine Prognose zur Zukunft des Photovoltaikmarktes geht aus einer gemeinsam veröffentlichten Studie der European Photovoltaic Industry Association (EPIA) und Greenpeace hervor. Im Jahr 2030 werden demnach weltweit mehr als 1.800 GW Photovoltaik-Leistung installiert sein, welche ca. 14% des globalen Energiebedarfs decken würde. Mit dem Solarstrom könnten fast 1,3 Milliarden Menschen in den Industrienationen versorgt werden und mehr als drei Milliarden Menschen in abgelegenen Regionen der Schwellen- und Entwicklungsländer, die keinen Zugang zu einem Stromnetz haben.

 

Da im Gegensatz zu konventionellen Formen der Energieerzeugung der direkte Kohlendioxidausstoß nahezu vernachlässigbar ist, kann demzufolge Solarstrom im Jahr 2030 jährlich bis zu 1,6 Milliarden Tonnen CO2-Emissionen vermeiden, was dem Ausstoß von 450 Kohlekraftwerken entspräche. Über die Erneuerbaren Energien kann somit wirksam dem Klimawandel begegnet werden. Grundsätzlich werden Länder, die wie Deutschland auf Erneuerbare Energien setzen, ab 2030 vermutlich deutlich unter den Energiepreisen der Länder liegen, die auf konventionelle Energien gesetzt haben.

 

Zudem wird Deutschland deutlich weniger Rohstoffe wie Öl, Gas und Kohle importieren müssen und könnte somit unabhängig von anderen Ländern seine Entwicklung steuern. Wie lange der Umbau in Richtung Erneuerbare Energien in Deutschland dauert und wie erfolgreich und konsequent er verfolgt wird, hängt maßgeblich davon ab, ob der Ausstieg aus der Kohleverstromung gesetzlich festgelegt, ein funktionierender CO2-Zertifikatehandel sowie ein intelligentes Stromnetz etabliert werden kann.

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