Allgemeines

Die Wasserkraft, als Teilbereich der Erneuerbaren Energien, stellt die Umwandlung dieser Energieformen des Wassers über Turbinen in Rotationsenergie dar, welche letztlich durch Generatoren in elektrischen Strom transformiert wird. Genutzt wird also die potenzielle Energie des Wassers im Schwerefeld der Erde, die beim „Nach-unten-Fließen“ in kinetische Energie sowie Wärme durch Reibung am Untergrund umgewandelt wird. Das Wasser gelangt durch den sogenannten Wasserkreislauf (Verdunstung, Wind, Regen und andere Niederschlagsformen) in Lagen, von denen es bergab fließen kann und dabei eine Nutzung durch den Menschen erlaubt.

 

Die Leistung, auch Energiefluss bezeichnet, wird von der Fallhöhe des Wassers, der Menge des Wassers, der Dichte des Wasser und vom Wirkungsgrad der Anlage beeinflusst, wobei der gesamte Wirkungsgrad sämtliche Verluste der Turbinen und des Generators beinhaltet.

 

Für Wasserkraftanlagen liegt der gesamte Wirkungsgrad bei 80% oder sogar höher. Mit Wasserkraftwerken wurden 2008 knapp 16% der weltweit erzeugten elektrischen Energie gewonnen. Zum Vergleich: Durch Kernenergie wurden in diesem Jahr knapp 14% der abgedeckt. In Deutschland sind 7.300 Anlagen aktiv und leisten zur gesamten Stromerzeugung einen Beitrag von 3,4%. In Österreich sind es knapp 57 % und in der Schweiz etwa 52%. Wasserkraft ist weltweit derzeit die wichtigste Erneuerbare Energiequelle für die Stromversorgung der Erdbevölkerung. 

 

Neben den bereits grundsätzlichen Vorteilen der Erneuerbaren Energien, spielen bei der Wasserkraft häufig noch zwei weitere Punkte eine wesentliche Rolle. So dienen Wasserkraftwerke oftmals gleichzeitig dem Hochwasserschutz oder bieten ein Trinkwasserreservat.

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