Allgemeines

Die Sonneneinstrahlung, welche je nach geographischer Breite unterschiedlich stark ist erwärmt Landflächen tagsüber stärker und lässt sie nachts schneller auskühlen als Wasserflächen. Dadurch entstehen Zonen unterschiedlichen Luftdrucks. Über stark erwärmten Regionen steigt die Luft auf, sodass Tiefdruckgebiete entstehen, in kühleren Regionen bilden sich umgekehrt Hochdruckgebiete. Der Ausgleich zwischen diesen beiden Gebieten findet durch den Wind statt. Die entstehende kinetische Energie nutzen Windenergieanlagen zur Stromerzeugung. 

 

Ein entscheidender Faktor für die Nutzung ist die Windgeschwindigkeit. Sie hängt stark von der geografischen Lage ab. Stellen sich dem Wind keine Hindernisse entgegen, erreicht er über Wasserflächen und Tiefebenen höhere Geschwindigkeiten als im Binnenland.

 

Ein weiterer Einflussfaktor ist die sogenannte Geländerauhigkeit. Der Wind folgt in seinem Strömungsverhalten der Erdoberfläche: Hügel, Berge, Bauten und Wälder bewirken ein Aufsteigen des Windes. Hinter derartigen Hindernissen entstehen für Windenergieanlagen ungünstige Luftturbulenzen und Schwachwindgebiete. 

 

Gute Windgebiete in Deutschland finden sich an der Nord- und Ostseeküste, in den Küstentiefebenen und exponierten Lagen der deutschen Mittelgebirge. Die Windgeschwindigkeit nimmt mit steigender Höhe zu. Die besonders vorteilhaften Bedingungen auf dem Meer – ergiebiger Wind mit hohen Geschwindigkeiten und ausreichend Platz – nutzen Offshore-Windkraftanlagen die in einigem Abstand zur Küste errichtet werden. Windkraft trägt unter den Erneuerbaren Energien den größten Anteil zur Bruttostromerzeugung mit 6,2% in Deutschland bei.

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